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Max Josef Metzger

Der Priester Max Josef Metzger (* 03.02.1887, + 17.04.1944) war ein prophetischer Christ. Bis 1915 Feldgeistlicher im Ersten Weltkrieg, widmete er sich ganz dem Friedensdienst; in dem von ihm gegründeten Kyrios-Verlag in Meitingen publizierte er seine Friedensideen. Noch während des Krieges wurde Metzger Mitbegründer des Kreuzbündnisses abstinenter Katholiken, 1919 rief er die Missionsgesellschaft vom Weißen Kreuz in Leben, eine internationale kirchliche Vereinigung im Dienste Christi des Königs, das heutige Christkönigs-Institut (erstes Säkularinstitut in der Geschichte der Kirche).

Da er durch die Überwachung der staatlichen Organe in der Friedensarbeit behindert wurde, wandte er sich verstärkt der Ökumene zu und begründete den Gebets- und Arbeitskreis Una Sancta. Von 1940 bis 1943 nahm er Zuflucht in St. Joseph bei den von ihm gegründeten Christkönigsschwestern, die noch bis 1988 in der Gemeinde tätig waren und sich, dem Ideal ihres Urhebers Dr. Max Josef Metzger entsprechend, desonders den sozial schwachen Menschen zuwandten. Hier in St. Joseph wurde er durch den Verrat einer Spionin am 29. Juni 1943 von der Gestapo verhaftet. Durch den Volksgerichtshof zum Tode verurteilt, wurde er am 17. April 1944 hingerichtet. Die Fotos in der Krypta dokumentieren die Lebensstationen von Dr. Max Josef Metzger.

Seinen Lebenswunsch bringt er in seinen letzten Brief zum Ausdruck:

„Ich habe mein Leben Gott angeboten für den Frieden der Welt und die Einheit der Kirche.“

 

Stolpersteinverlegung am 22. September 2016

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